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[Tutorial] Einfaches Diorama Lightpainting
#1
Inspiriert durch die fantastischen Werke von Tim Gamble habe ich mich etwas mit Diorama Lightpainting beschäftigt. Die hauptsächlichen ersten Hürden dabei sind eigentlich nur eine Methode zu finden das Diorama zu erstellen, es im Sichtfeld der Kamera auf zu bauen und passende Lichter zu finden.

Das Diorama Material


Um die Dioramas zu erstellen gibt es unterschiedliche Ansätze. Man kann diese aus Pappe aus schneiden was allerdings ein wenig Geschick und Geduld abverlangt. Der Detailreichtum hängt hier dann stark von der eigenen Fingerfertigkeit ab. Da ich eher zwei linke Hände habe, hab ich also nach einer einfacheren Methode gesucht und diese in Tageslicht-Projektor Folien gefunden. Diese Folien lassen sich mit herkömmlichen Druckern einfach bedrucken (es gibt sowohl für Tintenstrahl als auch für Laserdrucker passende Folien).

   

Um die Folien zu erstellen benutze ich einfach wild zusammen gewürfelte Silhouetten aus dem Internet die in einem Grafikprogramm zu einer Ebene kombiniert werden. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und Berge mit Gebäuden und Gestalten kombinieren. Das Hauptmotiv kann entweder auf der vordersten oder einer der mittleren Ebenen gesetzt werden. Etwas kniffelig wird es wenn man unterschiedliche Szenerien in den Ebenen vermischt, wie etwas Berge und Wälder, da man hier sehr aufpassen muss das die Perspektive noch stimmig wirkt.


Aufbau der Szene


Zum Aufbau der Szene müssen nun die Papp-stücke oder Folien im Sichtfeld der Kamera aufgebaut werden. Hier gibt es ebenfalls verschiedene Ansätze. Für Papp-stücke eignen sich sehr gut Foldback Klammern oder sogar einfache Haarklammern. Folien sind da ein wenig zu weich für, daher habe ich hier dünne Plexiglas Platten benutzt und diese mit einfachen Stützen aufrecht gestellt. Das Plexiglas hat auch von Vorteil das hintere Ebenen etwas weicher werden, da das Licht mehr Material durchdringen muss, und Licht zwischen den Platten wird ein wenig gespiegelt und verteilt. Die Folien werden hier einfach mit Tesafilm auf die Plexiglas Platten geklebt.

   

So ein Diorama besteht meistens aus mehreren Ebenen die hintereinander aufgestellt werde. Die Kamera wird dann so ausgerichtet das die Perspektive gerade auf die erste Eben gerichtet ist, so das die dahinter liegenden Ebenen so ausgerichtet werden können das ein 3D Effekt entsteht.


Eine weitere praktische Sache ist eine Milchglas-Folie die man in einen Holzrahmen hängt, um damit einen Hintergrund für die Szene zu schaffen. Über diese Folie kann man dann mit Lampen streichen um einen sehr angenehmen und schönen Farb und Lichtverlauf im Hintergrund zu erstellen.


Ausrichten der Kamera


Die Kamera wird genau mittig auf die erste Ebene ausgerichtet. Ein Tele Objektiv eignet sich hier besser als ein Weitwinkel, da man die hinteren Ebenen so einfacher in Perspektive bekommt. Bei einem Tele Objektiv wirken die hinteren Ebenen auch ein wenig größer als bei einem Normal oder Weitwinkel Objektiv. Mit einer Brennweite von 50mm klappt es schon recht gut, ein wenig mehr ist hier aber noch besser.


Je nach dem wie die Szene aufgebaut ist fokussiert man nun auf eine der Ebenen. Bei zwei Ebenen ist meistens die erste der Fokus-Punkt, bei drei oder mehr Ebenen wird das Bild oft interessanter wenn man eine der mittleren Ebenen fokussiert. Man sollte hierbei die Blende beachten, so das die nicht fokussierten Ebenen etwas weicher werden, sollten aber nicht zu sehr aus dem Fokus geraten, sonst lohnt eine Detailreiche Ebene nicht wirklich.

   

Belichtung der Szene


Bei den Licht und den Lampen die man benutzt muss man darauf achten das diese nicht zu hell sind! Man leuchtet hier nicht einen ganzen Raum oder gar einen ganzen Wald aus, sondern einen Bereich der in etwa die Fläche von einem Din A4 Blatt hat und meistens nur so 10-20cm tief ist. Eine Taschenlampe mit ein paar hundert Lumen wird also die ganze Szene sehr schnell komplett aus brennen.


Sehr gute Tools sind hier Glasfaser-Wedel, Fingerlichter, einzelne 5mm LEDs, Feuerzeuge und alle anderen Arten von recht dunklen Lichtquellen. Hier kann es auch gerne mal exotischer werden wie z.B eine Plasma-Kugel oder eine Lava-Lampe! Damit lassen sich sehr tolle Effekte erzeugen.


Die hintere weiße Folie bietet eine einfache Fläche auf der man den Hintergrund beleuchten kann. Die besten Ergebnisse habe ich hier bisher mit farbigen LEDs in einem sehr flachen Winkel oder mit Glasfaser-Wedeln erzielt. Glasfaser-Wedel kann man ganz sanft in Wellen über die Folie bewegen, was einen schön texturierten Farbverlauf erzeugt.

   

Um die Ebenen hervor zu heben muss man Licht zwischen die Ebenen bekommen, ohne dabei den Hintergrund zu sehr aus zu brennen. Dies lässt sich auch mit einem Glasfaser Wedel erzeugen, dabei muss man bei weißen nur aufpassen das der obere helle Bereich verdeckt wird. Je nach gewählter Blende kann man hier auch mit einem schwarzen Glasfaser-Wedel arbeiten. Eine andere Methode ist Nebel zwischen den Ebenen zu erzeugen und diese farbig zu beleuchten, dies kann man mit kleinen Nebelmaschinen, E-Zigaretten oder einfache Wasser-Sprühflaschen erreichen. Eine 5mm LED mit Watte umwickelt eignet sich auch sehr gut. Farbige oder Effekt Folien, die mit einem Fingerlicht beleuchtet werden können erzeugen interessante Strukturen zwischen den Ebenen.

   








Diese Art von Lightpainting lässt sich ohne Probleme zu Hause in den meisten Räumen umsetzen, so das es sich prima dazu eignet verregnete Nächte doch mit etwas Licht zu erfüllen. Ich hoffe ich habe hier ein paar Leuten ein wenig Inspiration bieten können, und die Entstehung dieser Bilder etwas aufklären konnte.
 
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